Dünnschliffe

Die Serie der Dünnschliffe besteht aus zwei Arbeitsgruppen:

1. Gitterschnitte
Serien von Steinplatten werden auf Aluminiumträger aufgebracht, die oberen Schichten werden mit Gitterschnitten bis zu einer Reststärke von ca. 3 mm abgetragen. Das anschließende Schleifverfahren erzeugt die potentiellen Oberflächenreliefs nahe des Nullpunktes. Bei dieser Vorstufe zu den Transparenzen kommt es zu einer Auseinandersetzung mit der Geringfügigkeit der Schichtstärke im Verhältnis zum Träger und zu Phänomenen der Lichtbrechung an der Oberfläche des Dünnschliffes.

2. Transparenzen
Steinplatten werden auch auf Floatglas und Acrylglasträger aufgebracht, die oberen Schichten werden abgetragen. Danach wird in einem fein dosierten Schleifverfahren die Schichtstärke bis in die Nähe des Nullpunktes reduziert. Dabei wird der Stein in zunehmendem Maße durchsichtig und verliert ständig an Dichte und Materialität. In diesem Bereich findet gleichzeitig eine sichtbare und tastbare Wandlung des Materials vom Kompakten zum Transparenten statt.

Text von Uwe Jonas