Dünnschliffe

Dünnschliff 18, Marmor und Aluminium, 40 x 40 cm, 2020

Dünnschliff 8, Marmor und Aluminium, 30 x 30 cm, 2007-2022

Dünnschliff 0, Marmor und Glas, 30 x 30 cm, 2007

Dünnschliff 5 , Marmor und Aluminium, 40 x 40 cm, 2007

Dünnschliff 4 , Marmor und Aluminium, 30 x 30 cm, 2007-21

Dünnschliff 17, Marmor und Acrylglas, 28 x 22 cm, 2008-2019

Dünnschliff 10, Marmor und Aluminium, 60 x 60 cm, 2007-2022

Dünnschliff 9, Marmor und Glas, 28 x 28 cm, 2007

Dünnschliff 14, Marmor und Glas, 22 x 22 cm, 2008-2022

Farbige Topografien

Ein Blick in Dünnschliff 18

mit makroskopischen Lichtbildern

Die Dünnschliffe dokumentieren die Geringfügigkeit der Schichtstärke des Steins im Verhältnis zum Träger und zu den Phänomenen der Lichtbrechung an seiner Oberfläche. Minimal dosierte Schleifverfahren reduzieren die Schichtstärke bis in die Nähe des Nullpunktes. Beim Schleifen gelingen differenzierte Farbtonunterschiede vergleichbar mit der Pastellzeichnung. Dabei verliert der Stein beständig an Dichte und Materialität. Er erodiert vom sicht- und tastbar kompakten Rohstoff zur nahezu transparenten Restinformation.

 

Nach 20 Jahren oszillieren zwischen Beobachtung und Aktion: Der Naturstein ist ein fragiler Prüfstein. Die Prüfung zeigt: Sobald der Stein durch forcierten Abtrag kulturhistorisch determinierte Kriterien unverbrüchlicher Solidität verliert, schwindet das allgemeine Interesse an seiner immanenten Stabilität und Glaubwürdigkeit, jedoch gewinnt er künstlerisch qualitativ exponierte Qualitäten wie imaginative Projektionsfähigkeit und sensitive Aufspürbarkeit. Das ist ein erster Pfad zu phänomenologischer Analyse.